Equinor erhält Genehmigung für CO2-Speicherung im norwegischen Festlandsockel

Illustration der Speicherstruktur im Sleipner-Feld.©Equinor
Illustration der CO2-Speicherstruktur im Sleipner-Feld.©Equinor

Oslo, 11. Januar 2019. Der norwegische Energiekonzern Equinor hat von der Regierung Norwegens eine Nutzungsgenehmigung für die CO2-Speicherung im norwegischen Festlandsockel erhalten. Dies wurde heute im Kabinett beschlossen. Die zugewiesene Fläche für die Speicherung von CO₂ befindet sich wie im Juli vergangenen Jahres angekündigt in der Nähe des Troll-Öl- und Gasfeldes.

Equinor führt derzeit Front-End-Engineering- und Design (FEED) -Studien zur Lagerung mit den Projektpartnern Shell und Total durch. Die Speicherlösung ist Teil des umfangreichen Projekts zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in Norwegen.

“Die Regierung hat das Ziel, eine kostengünstige Lösung für die vollständige Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in Norwegen zu realisieren, da dies zu einer internationalen Technologieentwicklung führen wird. Die Bemühungen der Unternehmen, eine Speicherlösung zu entwickeln, sind eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Projekt”, sagte Kjell-Børge Freiberg, Minister für Erdöl und Energie.

Die Vergabe einer Nutzungsgenehmigung ist erforderlich, um die FEED-Studien für eine CO₂-Speicherlösung fortzusetzen. Die FEED-Studien liefern auch genauere Kostenschätzungen, die für eine Investitionsentscheidung erforderlich sind.

Dies ist die erste Genehmigung für die Speicherung von CO₂ auf dem norwegischen Festlandsockel. Die Zuteilung erfolgt nach den CO2-Speichervorschriften ab Dezember 2014.

Equinor wird nun gemeinsam mit den Projektpartnern Shell und Total das Speicherkonzept auf einen Plan für Entwicklung und Betrieb (PDO) ausrichten, der 2019 ausgeliefert werden soll. Eine Investitionsentscheidung für das norwegische vollständige Kohlenstoffabscheidungs- und -speicherungsprojekt wird für 2020/21 erwartet.

 Seit 1996 speichert Norwegen CO2, das bei der Erdöl- und Gasproduktion anfällt, 800 Meter tief unter dem Meeresboden im Sleipner-Feld. 2008 wurde im Snøhvit-Gasfeld in der Barentssee ein unterirdisches Lager für Treibhausgase angelegt, seit 2014 wird im Gudrun-Feld CO2 separiert und in der Utsira Formation gelagert. Norwegen ist ein Pionier bei der Technologie zur Abtrennung und zur Speicherung von CO2. Die norwegischen Aktivitäten sind die einzigen CCS-Projekte (CCS – Carbon Capture and Storage), die gegenwärtig in Europa betrieben werden. Bis 2023/2024 soll ein Demonstrationsprojekt in Betrieb sein, in dem auch andere Industrien eingebunden sind. Dem Land schwebt vor, dass Industrieunternehmen aus ganz Europa Treibhausgase künftig im norwegischen Festlandsockel speichern.

 

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