Bau von Storheia-Windkraftanlagen wird nicht gestoppt

Vosen Vind realisiert gegenwärtig Europas größtes Onshore-Windkraftprojekt mit sechs Windparks und einer installierten Leistung von 1.000 MW.©Statkraft

Oslo, 21. Dezember 2018. Der Bau der Storheia-Windkraftanlagen am Standort Sør-Fosen (Sørgruppa) wird nicht gestoppt. Im Oktober 2018 hatten sich Vertreter der Region Sør-Fosen, einem Gebiet der Ureinwohner Sami, vor dem Ausschuss zur Überwachung des UN-Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (CERD) über die Entwicklung der Windkraftanlage bei Storheia beschwert. Sie hätte negative Auswirkungen auf Teile der Winterweide bis zum Standort Sør-Fosen (Sørgruppa) im Rentierweidegebiet von Fosen. Unterstützung erhielten die Beschwerdeführer vom Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Er hatte in einem Schreiben vom 10. Dezember 2018 den Ausschuss ersucht, den Bau der Windenergieanlage auszusetzen.

Die Forderung von CERD, die Bauarbeiten einzustellen, sei für Norwegen nicht rechtsverbindlich, teilt das Ministerium für Petroleum und Energie mit. Das Ministerium sei jedoch bemüht, solchen Anfragen möglichst nachzukommen.

Nach sorgfältigen Überlegungen sei das Ministerium aber zu dem Schluss gekommen, dass es keine Grundlage gebe, die Arbeit zum Bau der Storheia-Windenergieanlagen einzustellen. Stattdessen wird ein Antrag an das Komitee gestellt, die Aufforderung zur Stilllegung zurückzuziehen. Dem Staat sei nicht die Möglichkeit eingeräumt worden, sich zu der Beschwerde zu äußern, bevor die Schließung einer Anlage beantragt wurde.

©Fosen VInd
©Fosen Vind

Der Windpark Storheia ist Teil des größten Onshore-Wind-Projektes in Europa, das gegenwärtig von Fosen Vind DA, einem Tochterunternehmen von Statkraft, realisiert wird. Die Windparks Harbaksfjellet, Roan, Storheia und Kvenndalsfjellet werden nördlich vom Trondheimsfjord liegen und eine installierte Leistung von ca. 750 MW haben. Die Windparks Geitfjellet und Hitra 2 südlich des Trondheimsfjord bringen es auf  eine installierte Leistung von ca. 250 MW. Die Windparks werden auf der Fosen-Halbinsel, in Hitra und Snillfjord errichtet.

Fosen Vind hat das Ministerium über den Stand der Bauarbeiten informiert. Alle Interventionen im Gelände wurden abgeschlossen und der größte Teil der Infrastruktur wurde fertiggestellt. Die Turbineninstallation soll im Zeitraum von April bis August 2019 erfolgen. Bis dahin müsse die Infrastruktur vorbereitet werden. Auf der Grundlage der Lizenzentscheidung habe Fosen Vind mit den Rentierhaltern eine Vereinbarung darüber getroffen, wie die Gegenleistung für die Rentierhaltung während der Bauzeit geregelt werde, teile das Energieministerium mit. 

 

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