AHK Norwegen unterstützt Stiftelsen Erlik

Even Skyrud, Katrin Schauer und Norbert Pestka zur Weihnachtsfeier der Deutsch-Norwegischen AHK©BPN
Norbert Pestka (l.), Geschäftsführer der Deutsch-Norwegischen Handelskammer, mit Even Skyrud und  Katrin Schauer von der Stifung Erlik©BPN

Oslo, 11. Dezember 2018. Normalerweise ist Glühwein das begehrteste Getränk einer jeden Weihnachtsfeier. Zur diesjährigen Feier der Deutsch-Norwegischen Handelskammer in Oslo stahl allerdings Kaffee dem aus Thüringen eingeflogenen traditionellen Weihnachtspunsch die Show. Denn zum Weihnachtsempfang waren auch Even Skyrud, Sozialarbeiter der Stifelsen Erlik, und Katrin Schauer, Leiterin der Café-Bar Erlik Kaffe eingeladen, die über das soziale Engagement der Stiftung Erlik sprachen, mit den Mitgliedsunternehmen der AHK Norwegen Möglichkeiten der Unterstützung für die sozialen Projekte diskutierten und dabei Appetit auf Kaffee machten.

Die Stiftelsen Erlik betreibt in Oslo das Straßenmagazin =Oslo sowie das Erlik Kaffe als soziale Projekte. Die Zeitschrift und das Café beschäftigen Menschen, die mit einer Sucht kämpfen und gekämpft haben, teilweise auf der Straße Leben  oder aus anderen Gründen nicht am normalen Arbeitsleben teilnehmen können.

Der schicke und charmante Raum in Akersgata 32 hat sich bereits zu einer Institution in der lebendigen Osloer Kaffeeszene entwickelt. Zu den Kunden gehörten Premierminister Erna Solberg und Kronprinz Haakon sowie seine Kronprinzessin Mette Marit. Es wird im Reiseführer Lonely Planet als eines der besten Cafés in Oslo beschrieben.

Im Caféshop sind derzeit zwölf Mitarbeiter aus dem Straßenmilieu beschäftigt. Sie übernehmen drei- bis viermal wöchentlich Dienst im Café.  Dazu kommen vier festangestellte Mitarbeiter. “Wir haben sehr gute Erfahrung mit unseren Mitarbeitern gemacht, die früher auf der Straße lebten oder dort noch leben”, sagt die deutsche Leiterin des Cafés, Katrin Schauer.  “Hier erhalten Menschen, die im Leben nicht Fuß gefasst haben, die Möglichkeit zu arbeiten, Geld zu verdienen, eine Ausbildung zu absolvieren und das Gefühl, selbst etwas zu schaffen.” .Schauer gründete das Unternehmen 2017. Drei der Mitarbeiter, die bei der Gründung eingestiegen sind, seien noch heute dabei.

Ziel sei es, bald finanziell selbstständig zu arbeiten, sagt die Leiterin. Die Kosten allerdings seien erheblich höher als in einem normalen Café, da das soziale Projekt eine umfangreiche Betreuung erfordere.

Zur Café-Bar gehört ein Online-Shop, in dem Kaffee und Süßigkeiten aus mehreren Ländern und Alltagsprodukte rund um den Kaffee verkauft werden. Die Einnahmen fließen in das Erlik Kaffe und die Straßenzeitung.

Allerdings wurde – während über Kaffee gesprochen wurde – zur Weihnachtsfeier natürlich Glühwein getrunken.

Schüler der Deutschen Schule Olso – Max Tau umrahmten den Abend musikalisch.

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