Zwei Teams erarbeiten Konzeption für schwimmende Brücke über den Bjørnafjord

Die schwimmenden Brücke über den Bjørnafjord ist eines der herausfordernsten Bauprojekte in Norwegen.©NPRA
Die schwimmenden Brücke über den Bjørnafjord ist eines der herausfordernsten Bauprojekte in Norwegen.©NPRA

Oslo, 15. November 2018. Zwei Teams haben den Ausschreibungswettbewerb zur Erarbeitung von Konzepten für eine schwimmende Brücke über den Bjørnafjord gewonnen. Am 14. November unterzeichnete Helge Eidsnes, Regionaldirektor der norwegischen Straßenverwaltung (NPRA), Verträge mit dem Team Aas-Jakobsen, COWI und Multiconsult mit Johs Holt sowie mit dem Team Norconsult, Dr.Techn. Olav Olsen und Prodtex. Die Arbeiten beginnen im November 2018.

Die NPRA beschäftigt sich seit 2009 mit der Überquerung des Bjørnafjords. Der Bau der Brücke ist Teil der Küstenstraße E39 zu einem fährenfreiem Highway. Der Fjord ist fünf Kilometer breit und fast 600 Meter tief. Die Überquerung des Fjordes werde von der Entwicklung neuer Brückentechnologie abhängen, teilt die Straßenbehörde mit.

Die beiden Beratungsteams arbeiten parallel an der Entwicklung neuer Technologien und untersuchen vier verschiedene Floating-Bridge-Konzepte:

  • Option 1: Schwimmende Brücke. Die Brücke wird nur an jedem Ende gehalten.
  • Option 2. Schwimmbrücke einschließlich Verankerungssystem. Das Ankerringsystem wird nur durch ein mögliches Extremereignis aktiviert und kann in einer solchen Situation eine fortschreitende Bruchentwicklung für die Struktur verhindern.
  • Option 3. Schwimmbrücke als Balkenbrücke. Die Brücke wird an jedem Ende gehalten und hat Ankerleinen für Anker auf dem Meeresboden. Die Verankerungsleinen sorgen für die notwendige Festigkeit der Brücke in der horizontalen Ebene. Die Brücke ist in der horizontalen Ebene ausgerichtet.
  • Option 4. Schwimmende Brücke wie Option 3, allerdings ist jedoch nur die Kette der Brücke geradlinig. Die schwimmende Brücke ist gekrümmt.

Basierend auf der Arbeit der Beratergruppen wird die NPRA 2019 eine Entscheidung über das Konzept der schwimmenden Brücke für den Bjørnafjord treffen.

Die Bau- und Entwicklungsbüros, die sich am Ausschreibungsprozess beteiligt haben, hätten sich mit Unternehmen aus den Bereichen Transport und Brückenbau sowie Offshore- und Schiffstechnik zusammengeschlossen, um mit der notwendigen Kompetenz ausgestattet zu sein, teilte die Straßenbehörde mit. Beide Gruppen sollen bis August 2019 Verträge mit der Option erhalten, den Vertrag zu erweitern.

“Dies ist vielleicht das anspruchsvollste Projekt in Norwegen in der heutigen Zeit, und wir freuen uns darauf, dieses Projekt voranzubringen”, sagt Svein Erik Jakobsen, Aas-Jakobsen, Projektmanager für Team One..

Die schwimmende Brücke soll die Überfahrt mit der Fähre, die heute 40 Minuten dauert, ersetzen. Über eine Brücke dauert die Fahrt über den Fjord elf Minuten. Eine besser vorhersehbare Reiseroute mit deutlich verkürzter Fahrzeit bedeute nach Angaben der norwegischen öffentlichen Straßenverwaltung einen großen sozialen Gewinn.

Die schwimmende Brücke wird fünf Kilometer lang sein und vier Fahrstreifen umfassen. Die Geschwindigkeit wird auf 100 km/h begrenzt. Für Fußgänger und Radfahrer ist eine separate Spur geplant.

Lesen Sie hier mehr über den Ausbau der Küstenstraße E 39.

 

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