Geringe Zuwächse bei deutschen Lieferungen nach Norwegen

Verladung im Hafen Drammen: Neben Maschinen und Anlagen gehören Straßenfahrzeuge zu den begehrtesten Importprodukten in Norwegen.©BPN
Verladung im Hafen Drammen: Neben Maschinen und Anlagen gehören Straßenfahrzeuge zu den begehrtesten Importprodukten in Norwegen.©BPN

Oslo, 15. November 2018. Deutschland war mit einem Volumen von 64.667 Millionen NOK in den ersten zehn Monaten dieses Jahres nach Schweden (71.759 Millionen NOK) der zweitgrößte Zulieferer von Waren nach Norwegen. Ebenfalls auf Platz zwei liegt Deutschland als Abnehmer hinter Großbritannien. Die norwegischen Lieferungen nach Deutschland (131.133 Millionen NOK) wuchsen um 21,3 Prozent, die Import aus Deutschland  legten lediglich um 2,3 Prozent zu. Damit hat Norwegen von Januar bis Oktober 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum doppelt so viele Waren nach Deutschland exportiert wie deutsche Unternehmen nach Norwegen lieferten.

Im Oktober dieses Jahres erzielte Norwegen einige Rekorde bei den Exporten. So wurden Waren im Wert von 99,5 Milliarden NOK exportiert. Das ist  der höchste Wert, der je in einem Monat registriert wurde. Sowohl die Festlandexporte als auch die Exporte von Erdöl und Erdgas trugen zum Anstieg bei, berichtet  Norwegens Statistikbehörde SSB. Der bisherige Rekorde wurde im Januar 2014 mit einem Exportvolumen von 91,2 Milliarden NOK erzielt.

Der Handelsbilanzüberschuss lag bei 34,9 Milliarden NOK und damit um 85,9 Prozent höher als Oktober 2017. Die Importe beliefen sich auf 64,6 Milliarden NOK – Plus von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Norwegen exportierte Rohöl im Wert von 28,8 Milliarden NOK, 64 Prozent mehr als im Oktober letzten Jahres. Die Exportmenge betrug 42,6 Millionen Barrel, das sind 13,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darüber hinaus wurden raffinierte Mineralölprodukte im Oktober für mehr als fünf Milliarden NOK exportiert, 41 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Wert der Erdgasexporte betrug 27 Milliarden NOK, ein Plus von 35,9 Prozent.

Die Festlandexporte erreichten einen Rekordwert von 43,2 Milliarden NOK, ein Plus von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten allerdings sank die Handelsbilanz der Festlandwirtschaft um 14,7 Prozent.

Auch beim Fischexport wurde ein Rekord von 9,7 Milliarden NOK erzielt, eine Steigerung von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Lediglich Schiffe und Plattformen haben bei den Exporten nicht zugelegt. Gegenüber dem Zeitraum Januar bis Oktober 2017 ging das Exportvolumen in diesem Bereich in diesem Jahr von Januar bis Oktober um 20,5 Prozent zurück.

Gleichzeitig wurden über 6.100 Elektroautos im Wert von 1,6 Milliarden NOK importiert – ebenfalls ein neuer Rekord.

Finden Sie hier alle statistischen Angaben.

 

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