Posten Norge testet amerikanischen Lkw mit Hydrogen-Antrieb

Der Wasserstoff-Elektro-Truck Nikola 3 des amerikanischen Unternehmens Nikola Motors wird von der norwegischen Post eingesetzt©Nikola
Der Wasserstoff-Elektro-Truck Nikola 3 des amerikanischen Unternehmens Nikola Motors wird von der norwegischen Post eingesetzt©Nikola

Oslo, 7. November 2018. Die norwegische Post, Posten Norge, will grüner werden. Im Zuge der Umstellung auf einen emissionsarmen Fuhrpark hat das Unternehmen jetzt einen Wasserstoff-Elektro-Truck des Modells Nikola 3 von der amerikanischen Firma Nikola Motors bestellt. Das Auto wurde speziell für europäische Straßen und Bedingungen entwickelt.

„Posten und Bring haben ehrgeizige Umwelt- und Klimaziele. Wir wollen eine Pilotfirma für emissionsfreie Fahrzeuge sein. Da passt ein mit Wasserstoff betriebener Lastwagen sehr gut”, sagt John Eckhoff, Pressesprecher des Unternehmens.

Norwegen ist für die Fahrzeug-Entwicklung von Nikola von zentraler Bedeutung. Das norwegische Unternehmen NEL Hydrogen hat Anfang dieses Jahres eine Vereinbarung zur Lieferung von 448 Anlagen zur Herstellung von Wasserstoff für Nikola unterzeichnet. Der Lkw-Hersteller hatte angekündigt, dass der Test von Nikola 3 ab 2020 in Norwegen stattfinden wird.

Die Norwegische Post hat bereits einen elektrisch betriebenen Nikolai 2 sowie einen einen Tesla Semi bestellt. Bisher betreibt der Konzern 1.200 Elektrofahrzeuge. Bis 2025 sollen nur noch Fahrzeug mit emissionsfreien Antrieben eingesetzt werden.

Der Umsatz im Bereich Postzustellung ist im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr stark gesunken. Jetzt denkt man über eine zweitätigige Postzustellung nach.ªPosten Norge
Der Umsatz im Bereich Postzustellung ist im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark gesunken. Jetzt denkt das Unternehmen über eine zweitägige Postzustellung nach.©Posten Norge

Im dritten Quartal ist der Umsatz von Posten Norge um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Das bereinigte Betriebsergebnis betrug im dritten Quartal 126 Millionen NOK. Der Umsatz des Postbereichs sank in diesem Jahr bisher um 979 Millionen NOK gegenüber 2017 auf 5.986 Millionen NOK. Allein das Briefvolumen ging um mehr als 15 Prozent zurück.

Die Marktentwicklung zwinge zur weiteren Verlagerung des Postnetzes, sagte Tone Wille, CEO von Posten Norge. Jeder Haushalt soll während der Woche künftig nur noch drei Zustellungen erhalten, Es gebe keine Basis mehr für die tägliche Postverteilung. Für Unternehmen mit besonderen Bedürfnissen wie etwa Zeitungen müssten alternative Lösungen gefunden werden,

In diesem Herbst sollen im Parlament noch Änderungen des Postgesetzes vorgelegt und diskutiert werden. Dies sei notwendig, so Wille, damit das Unternehmen ab 2020 auf die zweitägige Postzustellung umsteigen könne. Passiere dies nicht, würde die staatliche Zahlung unrentabler Postverteilung weiter steigen.

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