Erfolgreicher Test für Siemens Power Grid im Flachwasser in Trondheim

Künftig wird es auf dem Meeresboden immer mehr Pumpen, Kompressoren und ganze Produtionsanlagen geben. Siemens hat jetzt erfolgreich eine Technologie getestet, diese Apparate mit Strom zu versorgen.©Siemens
Künftig wird es auf dem Meeresboden immer mehr Pumpen, Kompressoren und ganze Produktionsanlagen geben. Siemens hat jetzt erfolgreich eine Technologie zur Stromverteilung getestet, um  diese Geräte mit Strom zu versorgen.©Siemens

Trondheim, 1. November 2018. Siemens hat erstmals sein Unterwasser-Verteilungssystem für Mittelspannungsstrom im Flachwasser getestet. Mit dem Subsea Power Grid von Siemens kommt erstmals eine druckkompensierter Technologie zum Einsatz, die es ermöglicht, Anlagen unter Wasser mit Strom zu versorgen. An dem Entwicklungsprogramm sind die Unternehmen Chevron, Equinor, ExxonMobil und Eni als Partner beteiligt.

Der Test sei erfolgreich verlaufen, alle Geräte im System seien innerhalb ihrer Konstruktionsparameter betrieben worden, teilt Siemens mit.

„Es wird künftig mehr Kompressoren, Pumpen, Prozessanlagen und komplette Produktionsanlagen auf dem Meeresboden geben, und all diese Geräte benötigen Strom. Um eine solche Zukunft zu ermöglichen, haben wir das Subsea Power Grid entwickelt“, sagt Frode Tobiassen, Bereichsleiter von Subsea bei Siemens. Eine flexiblere Verteilung von Strom von Unterwasserwasser werde ein entscheidender Faktor für die zukünftige Entwicklung neuer Öl- und Gasfelder sein.

Mit dem Siemens Subsea Power Grid können Anlagen mit mehreren gleichzeitigen Stromverbrauchern eingerichtet werden. Das System sei ideal geeignet, um flexible Lösungen für die Unterwasserverteilung von ein- oder mehrphasiger Strom- oder Kompressionsleistung bereitzustellen, die zu einer erhöhten Öl- und Gasförderung aus bestehenden oder neuen Feldern beitragen, teilt Siemens mit.

Das Unterwassersystem besteht aus einem Transformator, einem Schalter, einem Frequenzumrichter, Kupplungen und Anschlüssen sowie einem Steuerungs- und Überwachungssystem. Darüber hinaus kann das System ferngesteuert werden. Auch erlaubt es den Zugriff auf Cloud-basierte Anwendungen.

Gemeinsam mit seinen Partnern will Siemens nun mit dem Testprogramm fortfahren und einen 3.000-Stunden-Test durchführen, um die Zuverlässigkeit zu überprüfen. Parallel dazu sollen Vorbereitungen für eine Pilotinstallation des Systems in einem Unterwassergebiet getroffen werden, in dem die Ausrüstung in den Normalbetrieb einbezogen wird.

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