Brasilianische Tochter von Norsk Hydro legt Produktion still

Inspektion eines Lagerbeckens für Bauxitrückstände in Alunorte©Hydro
Inspektion eines Lagerbeckens für Bauxitrückstände in Alunorte im März 2018. ©Norsk Hydro

Alunorte/Oslo, 3. Oktober 2018. Die Aluminiumoxid-Raffinerie Alunorte in Brasilien, Tochterunternehmen des norwegischen Aluminiumkonzerns Norsk Hydro, legt die Produktion still. Nachdem Anfang dieses Jahres giftige Stoffe aus einem Rückstaubecken ausgelaufen waren, durfte die Raffinerie auf Entscheidung der brasilianischen Behörden nicht mehr in vollem Umfang betrieben werden. Seit März werden die Kapazitäten des Unternehmens nur zu 50 Prozent ausgelastet. Eine hochmodernen Pressfilter-Technologie zur Abscheidung von Bauxitrückständen und der neu entwickelte Bauxit-Rückstandsbereich (DRS2) können nicht in Betrieb genommen werden.

Die Umweltbehörden haben nach Angaben von Norsk Hydro bestätigt, dass nach Behebung der Probleme keine weiteren Überläufe und Lecks in den Rückstandsbecken aufgetreten sind. Trotzdem wurde keine Erlaubnis zum Betrieb des neuen Rückstandsbeckens für Bauxit (DRS2) und der Pressfiltertechnologie erteilt.

Wie Norsk Hydro weiter mitteilt, sei die Raffinerie aufgrund des Embargos gezwungen, nur ein  Bauxitrückstandbecken, DRS1, das ursprünglich in nächster Zeit außer Betrieb gestellt werden sollte, mit den weniger effizienten Trommelfiltern zu betreiben. DRS1 nähere sich damit dem Ende seiner Lebensdauer schneller als erwartet und zwinge Alunorte, die verantwortliche Entscheidung zu treffen, die Produktion vorübergehend vollständig stillzulegen. Dies werde sich unmittelbar auf die Bauxitmine Paragominas auswirken, die den Betrieb ebenfalls einstellen werde. Sowohl Alunorte als auch Paragominas hätten den Abschaltprozess sicher eingeleitet.

„Unsere Mitarbeiter haben in den letzten sieben Monaten hart gearbeitet, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und Arbeitsplätze zu erhalten. Dies ist ein trauriger Tag, da wir die weltweit fortschrittlichste Technologie zur Verfügung haben, um sichere Operationen fortzusetzen, die wir nicht nutzen dürfen. Es wird Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Gemeinden, Lieferanten und Kunden haben”, sagt John Thuestad, Executive Vice President und Leiter von Hydro Bauxit und  Alumina. Man werde auch weiterhin mit den Behörden konstruktiv zusammenarbeiten, um das Embargo aufzuheben und den Betrieb wieder aufzunehmen, so Thuestad.

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