Wintershall erhält grünes Licht für Entwicklung des Nova-Feldes

Das Nova-Feld befindet sich in einem gut entwickelten Gebiet mit ausgebauter Infrastruktur.©Energieministerium

Oslo, 27. September 2018. Das Ministerium für Petroleum und Energie hat heute Pläne für die Entwicklung und den Betrieb des Nova-Feldes genehmigt. Betriebsführer von Nova ist der deutsche Energiekonzern Wintershall. Das Unternehmen schätzt  die kumulierte Produktion von Nova auf etwa 77 Millionen Barrel Öläquivalente.

„Es ist mir eine große Freude, meine erste Feldentwicklung, Nova, zu genehmigen. Mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Milliarden Dollar ist dies ein riesiges Industrieprojekt, das enorme Einnahmen für die Gemeinschaft generiert. Die Entwicklung hat einen hohen Anteil an den norwegischen Lieferungen und wird in Norwegen voraussichtlich 10.000 Mannjahre ergeben. Dies ist ein neuer Beweis dafür, dass die norwegische Zulieferindustrie im internationalen Wettbewerb Fuß fasst „, sagte Kjell-Børge Freiberg, neuer Minister für Petroleum und Energie. Die Entwicklung habe eine hohe Profitabilität und sei robuster gegenüber niedrigeren Ölpreisen und höheren Kosten als erwartet, teilt das Energieministerium mit. 

Das NOva-Vorkommen wird an die Infrastruktur des G-Feldes angebunden©Wintershall
Das Nova-Feld wird an die Infrastruktur des Gjøa-Feldes angebunden©Wintershall

Die nun genehmigte Entwicklungslösung für das Nova-Feld besteht aus zwei Installationen auf dem Meeresboden (sogenannte „SubseaTemplates“), die über eine Unterwasseranbindung an die von Neptune Energy betriebene benachbarte Plattform Gjøa angeschlossen werden. Gjøa stellt zudem das für die Förderung benötigte Gas und die Wasserinjektion zur Druckunterstützung bereit. Die Stromversorgung der Nova-Unterwasserinstallation erfolgt über die Plattform Gjøa von der Küste aus. Diese nachhaltige Entwicklungslösung sei eine Win-Win-Situation, teilt Wintershall mit: Anstatt eine neue Plattform zu bauen, spare die Anbindung an die nahegelegene Plattform Kosten und verlängere die Lebensdauer bereits bestehender Infrastruktur.

„Mit der Entwicklung dieser kosteneffizienten Lösung greifen wir auf die Erfahrungen zurück, die wir als Betriebsführer von zwei Unterwasserfeldern haben und stärken damit unsere Position als Experte für Unterwasserentwicklungen. Gleichzeitig schaffen wir Mehrwert für unsere Partner, unsere Lieferanten und die norwegische Gesellschaft“, so André Hesse, Leiter des Nova-Projekts bei Wintershall Norge.

Für Nova wurde bereits eine beträchtliche Anzahl an Verträgen vergeben: Der Auftrag für das Unterwasserproduktionssystem ging an Aker Solutions, den Auftrag über die Pipelines und Unterwasserkonstruktionen erhielt Subsea 7 Norway AS, der Bohrauftrag wurde an Seadrill vergeben.

Für die Entwicklung des Nova-Feldes rechnet Wintershall mit Investitionsausgaben (CAPEX) von insgesamt etwa 1,1 Milliarden Euro. Die förderbaren Reserven aus dem Feld liegen voraussichtlich bei rund 80 Millionen Barrel Öläquivalent (boe), der Großteil davon ist Öl. Der Produktionsstart ist für 2021 geplant. Nova wird neben Vega, das ebenfalls an die Gjøa-Plattform angeschlossen ist, und Maria als drittes Unterwasserfeld von Wintershall in Norwegen in die Produktion gehen. Nova wurde 2012 entdeckt und befindet sich in der nordöstlichen Nordsee etwa 20 Kilometer südwestlich der Gjøa-Plattform von Betreiber Neptune Energy. Durch den Standort im so genannten „35. Quadranten“ profitiert Nova von der gut ausgebauten Infrastruktur der Region. Der Großteil des Feldes Nova befindet sich in der Produktionslizenz PL 418. Wintershall Norge AS (Betriebsführer) hält 35 Prozent, Capricorn Norge AS (hundertprozentige Tochtergesellschaft von Cairn Energy PLC) 20 Prozent, Spirit Energy AS 20 Prozent, Edison Norge AS 15 Prozent und DEA Norge AS 10 Prozent.

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