Peer Gynt Club begeht 30-jähriges Jubiläum in Hamburg

 V.l.n.r.: Rolf Engelhardtsen, Ehrenpräsident Deutsch-Norwegische Handelskammer, Petter Ølberg, Norwegens Botschafter in Deutschland, Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin Handelskammer Hamburg, Kai-Axel Aanderud, Vorsitzender Peer Gynt Club, und Detlef Palm, Norwegens Honorarkonsul für Hamburg.
V.l.n.r.: Rolf Engelhardtsen, Ehrenpräsident der Deutsch-Norwegischen Handelskammer, Petter Ølberg, Norwegens Botschafter in Deutschland, Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin Handelskammer Hamburg, Kai-Axel Aanderud, Vorsitzender des Peer Gynt Club, und Detlef Palm, Norwegens Honorarkonsul für Hamburg.

Hamburg, 20. September 2018. Am 20. September beging der Peer Gynt Club, eines der größten deutsch-norwegischen Netzwerke, sein 30-jähriges Jubiläum. Über einhundert Mitglieder und deren Geschäftsfreunde nahmen an der Jubiläumsfeier „30 Jahre Peer Gynt Club“ in der Handelskammer Hamburg teil. Petter Ølberg, Norwegens Botschafter in Deutschland, beglückwünschte die Vereinigung zum 30-jährigen Bestehen und würdigte ihren essenziellen Beitrag zum Ausbau der deutsch-norwegischen Beziehungen. Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin der Handelskammer Hamburg, begrüßte den Peer Gynt Club in den Räumlichkeiten der Handelskammer und lud ihn ein, auch künftige Festveranstaltungen in dem imposanten Gebäude direkt hinter dem Hamburger Rathaus auszurichten.

Rolf Engelhardtsen, Ehrenpräsident der Deutsch-Norwegischen Handelskammer, hielt die Festrede. Engelhardtsen studierte Ende der 1950er Jahre in Erlangen und war in diversen Führungspositionen der deutsch-norwegischen Wirtschaft tätig. Seine Verbundenheit zur Hafenstadt Hamburg demonstrierte er mit der plattdeutschen a-cappella-Einlage von „Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn“.

“Als der Peer Gynt Club 1988 im ‚Hotel Norge‘ in Hamburg gegründet wird, gibt es zwei norwegische Botschaften in Deutschland: eine in Bonn und eine in Ost-Berlin. 1988 gibt es in Oslo zwei deutsche Botschaften”, erinnert Kai-Axel Aanderud, Vorsitzender des Clubs und Geschäftsführender Gesellschafter der aanderud media consulting an die Gründungszeit. “1988 können Norweger in Deutschland nur als Angestellte arbeiten: ‘selbständige oder vergleichbare Erwerbstätigkeit’ sind nicht gestattet. Erst seit Mai 1992 kommen Norweger dank des Europäischen Wirtschaftsraums in den Genuss der vier Freiheiten des Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs mit der EU”, so Aanderud.

In den 1980er Jahren hätte Hamburg regen Zulauf von norwegischen Firmen gehabt. 13 norwegische Linienreedereien seien Hamburg regelmäßig angelaufen.

Die Idee zur Gründung eines Forums für norwegische Unternehme in Hamburg entwickeln der Anwalt Ole Brauer, Per Jan Doksæter, Direktor und später Eigentümer des „Hotel Norge“, Petter Martin Hammerøy (SAS) und Arne Bert Guttormsen (Jotun) bei ihrem wöchentlichen Lunch. Rasch sei diese Lunch-Runde auf 15 norwegische Geschäftsleute gewachsen. Am 20. September 1988 wurde der zu diesem Zeitpunkt 14 Mitglieder zählende Gesprächskreis als „Peer Gynt Deutschland e. V.“ ins Vereinsregister eingetragen.

Gründungsmitglieder sind Arne Bert Guttormsen (Jotun), Hans Gannestad (Den Norske Bank), Einar Smedal (DNH), Helge Skaar und seine Frau Kari Longem (Skaarfish International) sowie Alf Fagerli, Gudmund Westre (Pronova Biopolymer), Harald Ringstad, Arnt Brodtkorb (Leca Deutschland), Sverre Borlaug (Nor-Agent), Per Jan Doksæter (Hotel Norge), Per Gulaker (NBV Leasing Service), Kjell Tønnessen (Nortra Marketing), Terje Kaada und Anwalt Ole Brauer.

Ziel des Clubs war und ist die Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland in den Bereichen Wirtschaft und Handel, Bildung, Kunst und Kultur.

Mit der Kontaktaufnahme zur Handelskammer Hamburg, zur Deutsch-Norwegischen Handelskammer, zum Norwegischen Exportrat, zur Deutsch-Norwegischen Freundschaftsgesellschaft und zur Norsk-Tysk Selskab sei eine neue Ära angebrochen, erklärt Aanderud.

War die Mitgliedschaft zunächst auf norwegische Führungspersönlichkeiten begrenzt, so öffnete sich der Club Mitte der 1990er Jahre auch für deutsche an Norwegen interessierte Mitgliedsunternehmen. Neben dem früheren norwegischen Ministerpräsidenten Kåre Willoch wurde Lothar Späth, damals Vorstandsvorsitzender der Jenoptik und norwegischer Honorarkonsul in Thüringen und Sachsen-Anhalt, Ehrenvorsitzender des Clubs.

“In jenen Jahren vollzieht sich ein großer Wandel in der Mitgliederstruktur. Viele norwegische Unternehmen ziehen sich aus dem deutschen Markt zurück oder verlassen Hamburg: Dynopack, Embra, Fjordstein, Frionor, Kværner, Seivaagbygg, Stentofon Electronic, Unibank, Wilhelmsen Line und andere mehr. Norwegische Studenten präferieren seit dem Mauerfall andere Länder. Neue Kommunikationswege wie das Internet verkürzen die Distanz zwischen Norwegen und Deutschland. Damit schwand zugleich der Wunsch nach einem Klubleben im alten Stil“, zitierte Aanderud die Clubchronik. Und angesichts des ständig hektischer werdenden Geschäftslebens habe sich die für das Klubleben zur Verfügung stehende Zeit vermindert.

Seit nunmehr etwa 15 Jahren wende sich der Peer Gynt Club daher mit einem veränderten Konzept und Profil an Mitglieder und Interessierte, erklärt der Club-Vorsitzende.

Am jeweils ersten Donnerstag im Monat referieren deutsche und norwegische Fachleute im Hafen-Klub über Themen von norwegisch-deutscher Relevanz. Während der vergangenen Jahren waren unter anderem Parlamentarier der „Deutschen Freundschaftsgruppe im Storting“, die 34 Bürgermeister der „Oslo-Region“, und die norwegischen Botschafter in Berlin, Sven Svedman, Elisabeth Walaas und nun Petter Ølberg zu Gast im Peer Gynt Club. Rita Ottervik, seit 2003 Bürgermeisterin von Trondheim, sendete viele Jahre lang einen Weihnachtsbaum nach Hamburg.

Aanderud bedankte sich für die Unterstützung alle Partner, besonders der beiden Ehrenmitglieder, Kaare Willoch, Norwegens früherer Ministerpräsident, und Botschafter a. D. Dr. Axel Berg.

Heute unterstützt der Peer Gynt Club diverse Stätten deutsch-norwegischer Begegnungen, darunter das „Edvard-Munch-Haus“ in Warnemünde, die „Edvard-Grieg-Gedenkstätte“ in Leipzig, die Association of Norwegian Students Abroad, das Segelschulschiff „Thor Heyerdahl“ in Kiel, die Norwegische Seemannskirche und die „Nordischen Literaturtage“ in Hamburg.

Das Hamburger Abendblatt titulierte die Festveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum als das “Jubiläum der Woche”.

 

 

 

 

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