Statkraft: Massive Investitionen in Erneuerbare Energien

Windpark "Kunst und Wind"©Windpark Kunst und Wind
Windpark „Kunst und Wind“©Windpark Kunst und Wind

Oslo, 26. September 2018. Der norwegische Energiekonzern Statkraft baut sein Engagement im Bereich Erneuerbare Energien massiv aus. Bei der Vorstellung der neuen Strategie kündigte CEO Christian Rynning-Tønnesen bei der jährlichen Statkraft-Konferenz in Oslo ein umfangreiches Investitionsprogramm an. Von 2019 bis 2025 will das Unternehmen jährlich zehn Milliarden NOK, etwa 1,04 Milliarden Euro, in Erneuerbare Energien investieren.

Zusätzlich zum umfangreichen Ausbau der nordischen Wasserkraft will Statkraft bis 2025 6.000 MW aus Onshore-Wind und 2.000 MW aus Solar produzieren. Außerdem sollen Aufträge, die im  Kundenauftrag verwalteten werden, verdreifacht werden.

Norwegen bleibt mit einem Anteil von 26 Prozent der gesamten Investitionssumme der größte Einzelmarkt für Investitionen. Allein der jährlich benötigte Kapitalzufluss in die Erneuerung der norwegischen Wasserkraftwerke belaufe sich auf 1,2 Milliarden NOK, teilt der Konzern mit. 42 Prozent der geplanten Investitionen sollen nach Europa fließen. Außerhalb Europas will Statkraft 32 Prozent der Investitionssumme platzieren. Märkte, in denen das Unternehmen bereits in Südamerika und in Indien präsent ist, würden ein beträchtliches Wachstum verzeichnen.

Die neue Strategie umfasst die Entwicklung, Erzeugung und den Handel mit Energie, einschließlich des Erwerbs und Verkaufs Erneuerbarer Energie für andere Unternehmen. Auf diese Weise will Statkraft seine Position als ein breit aufgestelltes und führendes Unternehmen für Erneuerbare Energien stärken.

Die Investitionen sollen zum Teil aus Erträgen bestehender Unternehmen finanziert werden, ergänzt durch systematische Veräußerungen von Anteilen an fertig gestellten Solar- und Windprojekten an Finanzinvestoren.

Statkraft ist der größte Direktvermarkter Erneuerbarer Energien in Deutschland. Mit einer Vereinbarung mit sechs kommunale Windparks in Deutschland über Stromabnahmeverträge für 31 Windenergieanlagen Anfang September hat es das Unternehmen ermöglicht, dass diese Windparks nach Ende der EEG-Förderung, die 2021 ausläuft, langfristig weiter betrieben werden. Der Ökostrom werde künftig zur Versorgung von Industrieunternehmen genutzt, so Statkraft.

Die EEG-Förderung für rund 6.000 deutsche Windkraftanlagen läuft am 1. Januar 2021 aus. Dies entspricht einer installierten Gesamtleistung von rund 4.500 Megawatt; genug, um den Strombedarf von rund 2,1 Millionen Haushalten zu decken. Nach aktuellen Daten werden in den Jahren 2021 bis 2026 rund 14.000 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 17.000 Megawatt keine EEG-Förderung mehr erhalten. Dies entspricht mehr als einem Drittel der derzeit in Deutschland installierten Onshore-Windenergie.

Mit dem gemeinsam entwickelten Konzept wollen Statkraft und die sechs kommunalen Windparks zeigen, dass Windparks nach Ablauf der Förderperiode wirtschaftlich weiter betrieben werden können.

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