Entwicklung im Westen dank Brücken und Tunnel Statens vegvesen sieht fährenfreie Küstenstraße E 39 als Katalysator für die Aufschwung der Regionen

Noch verbinden Fähren auf der E 39 Stavanger und Bergen. Doch bald soll es nur noch Brücken und Tunnel geben. ©BPN
Noch verbinden Fähren auf der E 39 Stavanger und Bergen. Doch bald soll es nur noch Brücken und Tunnel geben. ©BPN

Oslo, 25. Oktober 2018. Mit dem Bau einer durchgehenden Straße zwischen den Städten Stord und Os im Westen Norwegens werden  die beiden größten Städte der Westküste direkt miteinander verbunden. Dies werde die Regionen im Westen Norwegens wirtschaftlich vorantreiben. Die gesamte Region profitiere davon, erklärten Signe Eikenes und Kjell Håvard Belsvik, Projektleiter der Norwegischen Straßenverwaltung Statens vegvesen. Ihre Argumente für den Bau des fährenfreien Highways E 39 legten sie jetzt auf der Homepage der Straßenbaubehörde dar.

Der Bau der fährenfreien Küstenstraße E 39 ziele nicht nur auf die Überquerung von Fjorden, sondern auch auf die Verbesserung der Straßenverhältnisse auf der 1.100 Kilometer langen Strecke zwischen Kristiansand und Trondheim.

Mit verkürzten Reisezeiten zwischen den Städten in der Region würden sowohl die Arbeitskräfte als auch der Arbeitsmarkt expandieren und flexibler werden. Dies sei einer der wichtigsten Faktoren für die Entscheidung des norwegischen Parlaments Storting im Dezember 2013 gewesen, eine verbesserte und fährenfreie Küstenstraße zu bauen. Eine fährenfreie Überquerung des Bjørnafjords, südlich von Bergen und Rogfast, nördlich von Stavanger, werde ein Katalysator für die regionale Entwicklung und sowohl für Geschäfts- als auch für Privatreisende von Vorteil sein, heißt es in dem Beitrag.

Man sei sich bewusst, dass viele Menschen in Norwegen die Überquerung des Bjørnafjord als zu teuer empfinden und dafür plädieren, das Geld woanders anzulegen. Eine Brücke über den Bjørnafjord sei für die Gesellschaft dennoch nützlich, betont Belsvik. Es sei gesichertes Wissen, dass eine permanente Brücke kürzere Reisezeiten ermögliche und somit profitabel sei. Mit der Verbindung zwischen Bergen und Stavanger werde eine starke Region geschaffen. In dieser Region sei ein großer Teil der exportorientierter Industrie angesiedelt. Was immer als Maßnahme zur Senkung der Kosten für die Unternehmen vorgesehen sei, trage zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region bei, erklärt Belsvik. 

Ohne die Nordhordland-Brücke, die Askøy-Brücke und die Sotra-Brücke, die die Städte um Bergen herum mit Bergen verbinden, hätten diese kein Wachstum erlebt. Die Sotra-Brücke wurde 1971 eröffnet. Seit Ende der 1980er Jahre sei ihre Kapazität voll ausgelastet – die Bevölkerung von Sotra habe sich von 23.000 im Jahr 1990 auf heute etwa 35.000 erhöht. “Mit einer fährenfreien Verbindung zwischen Stord und Os sehen wir vielleicht eine ähnliche Entwicklung. Wenn wir Sunnhordland und Bergen verbinden, wird eine Fahrt von Tysnes nach Bergen ebenso bequem und schnell sein wie heute von Os nach Bergen,

Eikenes erklärt, dass das Leben in ländlichen Gebieten eine echte Option sei, wenn man Städte leicht erreiche. Viele Menschen würden eine Stunde Pendlerzeit in Kauf nehmen, um auf dem Land leben zu können. Wenn die Reisezeit nach Bergen verkürzt, wird, werde die Insel Tysnes für zukünftige Generationen ein attraktiver Ort sein.

Belsvik weist darauf hin, dass Bergen von der Wertschöpfung in der Region stark profitieren und Unternehmen und Know-how anziehen werde. Mit einer verbesserten und fährenfreien E39 könne ein Schnellbus zwischen Bergen und Stavanger eine wettbewerbsfähige Alternative zum Flugzeug sein. Wenn Lastkraftwagen künftig mit Strom betrieben werden, würden auch die Emissionen aus dem Straßenverkehr reduziert.

Workshop zum E-39-Projekt in Göteborg

Wissenschaftler, die am E 39-Projekt arbeiten, sowie Forscher der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU) in Trondheim und der Universität Stavanger präsentierten kürzlich auf einem Workshop an der Chalmers University of Technology in Göteborg ihre Forschungsergbnisse bezüglich des Beitrages der fährenfreien Straße E 39 zur Erreichung der Klimaziele der Vereinten Nationen.  Das Nachhaltigkeitsziel Nummer 9 befasst sich mit nachhaltiger Infrastruktur.

Finden Sie hier die Präsentationen der Arbeitsgruppen in englischer Sprache.  

Technologietage zum Infrastrukturausbau in Trondheim

Vom 30. Oktober bis zum 2. November finden im Clarion Hotel & Congress in Trondheim die Technologietage statt. Die Konferenz  bringt Vertreter aus Industrie, Forschungsinstituten, öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft, zusammen, um neueste Forschungsergebnisse in den Bereichen Straße und Verkehr auszutauschen.

Finden Sie hier das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung.

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