Gassco: Rekordsommer für norwegisches Gas

Der Export nach Deutschland über das Empfangsterminal Emden (im Bild) trug maßgeblich zu den hohen Auslieferungen im Sommer bei. Das neue Terminal wurde 2016 in Betrieb genommen.©Gassco
Der Export nach Deutschland über das Empfangsterminal Emden (im Bild) trug maßgeblich zu den hohen Auslieferungen im Sommer bei. Das neue Terminal wurde 2016 in Betrieb genommen.©Gassco

Oslo, 21. September 2018. Norwegen hat noch nie so viel Gas nach Europa geliefert wie in den vergangenen Monaten. Von Mai bis August exportierte Gassco, das für die norwegische Gasinfrastruktur verantwortlich ist, 36,8 Milliarden Normkubikmeter Gas. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2017, dem Rekordjahr für Gasexporte.

„Die Basis für die hohen Lieferungen ist natürlich die hohe britische und europäische Nachfrage nach norwegischem Gas als sichere und zuverlässige Energiequelle. Aus dem Norwegischen Festlandsockel wurden mehr Volumen als je zuvor geliefert. Das Transportsystem hat die erhöhten Mengen gut bewältigt“, sagt Frode Leversund, CEO von Gassco. Normalerweise werde aus dem Norwegischen Festlandsockel im Winter aufgrund des erhöhten Wärmebedarfs mehr Gas exportiert, in diesem Sommer seien es jedoch fast normale Wintermengen gewesen.

Im Jahr 2017 transportierte Gassco 117,4 Milliarden Normkubikmeter Gas durch das Pipelinesystem von Norwegen nach Europa. Dies war die größte Menge seit Aufnahme der Lieferungen vor 40 Jahre. Das Volumen ist das Neunfache der Energie der jährlichen norwegischen Wasserkraftproduktion.

„Es ist noch zu früh, um genau zu sagen, wohin wir in diesem Jahr kommen werden, aber wir erwarten ein neues, gutes Jahr, in etwa auf dem Niveau des Vorjahres“, sagt Leversund.

Noch in diesem Jahr soll die neue Pipeline “Polarled” (Polarlicht) in Betrieb gehen, die Gas vom Aasta-Hanstee-Feld zur Aufbereitungsanlage „Nyhamna“ in More og Romsdal transportieren wird. Mit der Inbetriebnahme der Leitung wird in Norwegen eine neue Gasregion erschlossen.

Die 482-Kilometer-lange-Pipeline wird die erste Gaspipeline auf dem norwegischen Kontinentalschelf, die den Polarkreis kreuzt. Damit habe das Unternehmen eine komplettes Gas-Autobahn von der Norwegischen See nach Europa.

Das staatliches Unternehmen Gassco ist der Betreiber der norwegischen Gasinfrastruktur, einschließlich Pipelines, Verarbeitungsanlagen in Norwegen und Empfangsterminals in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Das Gastransportsystem ist  mit 8.800 Kilometern Gasleitungen das größte Unterwasser-Gastransportsystem der Welt. Drei große Industrieanlagen in Westnorwegen (Kårstø, Kollsnes und Nyhamna) sind von entscheidender Bedeutung für Europa, um seinen Bedarf an norwegischem Gas zu decken. Empfangsterminals in Europa gibt es in Belgien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

 

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