Füllgrad in Wasserreservoirs steigt, Strompreise sinken

Petroleum- und Energieminister Kjell-Børge Freiberg, Premierministerin Erna Solberg, der Vorsitzende Eimund Nygaard und der amtierende Direktor von EnergiNorge, Oluf Ulseth, bei der Eröffnung des neuen Wasserkraftwerkes Lysebotn 2©Lyse
Petroleum- und Energieminister Kjell-Børge Freiberg, Premierministerin Erna Solberg, der Vorsitzende und der amtierende Direktor von Energi Norge, Eimund Nygaard und Oluf Ulseth, bei der Eröffnung des neuen Wasserkraftwerkes Lysebotn 2©Lyse

Oslo, 21. September 2018. Der erste Herbstregen in Norwegen war für die Bewohner in diesem Jahr ein Segen. Nachdem der durchschnittliche Strompreis für Haushalte (ohne Steuern und Netzmiete) im zweiten Quartal 2018 auf durchschnittlich 44,6 Øre pro kWh gestiegen war, ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und  der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2011, sind die Preise in den letzten zwei Wochen stark gefallen.

“In der vergangenen Woche wurden mehrere Terawattstunden (TWh) in unseren Reservoirs  gespült, die die 1.600 norwegischen Wasserkraftwerke versorgen. Die Füllrate stieg um vier Prozent auf fast 70 Prozent, während der Normalwert für die Saison bei etwa 85 Prozent liegt”, sagt Lars Ragnar Solberg, Berater bei EnergiNorge.

Wie die Zahlen aus der Strombörse Nord Pool zeigen, ist der Strombezugspreis in der zweiten Septemberwoche von fast 60 Øre pro Kilowattstunde auf heute 35,5 Øre gesunken. Hinzu kommen Gebühren, Nettomieten und Steuern. Der Strompreis allein macht in Norwegen rund ein Drittel der Rechnung aus.

Die geschätzte Aufnahmemenge der Magazine habe in der 37. Woche insgesamt 5,8 TWh betragen, mehr als doppelt so hoch wie normal. Für die aktuelle Woche schätzt Energi Norge 4,1 TWh, 50 Prozent über der Norm. Damit habe sich das Defizit in den Wasserreservoirs verglichen mit der trockensten Periode im Sommer fast halbiert, berichtet Norwegens Wasser- und Energiedirektorat NVE.

Die Lagerfüllung ist in Ostnorwegen am höchsten und in Nordnorwegen am niedrigsten.

Premierministerin Erna Solberg hat am 17. September in Lysebotn ein neues Wasserkraftwerk in Lysebotn eröffnet. “Lysebotn 2 ist gut für die Versorgungssicherheit, gut für die Wertschöpfung und gut für das Klima”, sagte Solberg. Erneuerbare Wasserkraft werde in absehbarer Zeit weiterhin eine herausragende Rolle im norwegischen Energiesystem spielen. Wasserkraft trage dazu bei, dass Norwegen eine besondere Position in Europa im Energiesektor einnimmt.

Lysebotn 2 ersetzt ein altes Wasserkraftwerk. Die Investitionen betrugen etwa zwei Milliarden NOK. Das Kraftwerk wird Strom produzieren, der dem jährlichen Verbrauch von 75.000 Haushalten entspricht. Das Kraftwerk hat eine erhöhte Fallhöhe vom Wasserreservoir zum Kraftwerk, was eine erhöhte Jahresleistung von 180 GWh ergibt. Die Wasserressource ist somit unverändert, wird aber effizienter genutzt.

Premierministerin Solberg und der neue Minister für Petroleum und Energie, Kjell-Børge Freiberg, trafen sich in Lysebotn mit den Vorstandsvorsitzenden der Lyse AS und Vorsitzenden von Energi Norge, Eimund Nygaard, und dem amtierenden Direktor von Energi Norge, Oluf Ulseth, zu einem Gespräch über die Perspektive der Erneuerbaren Energien und die Teilnahme Norwegens am europäischen Energie-Binnenmarkt.

In einem Brief an die Premierministerin „Erneuerbar und voll elektrisch – Neue Möglichkeiten für norwegische Wertschöpfung“ erläutert Ulseth seine Vorstellung der weiteren Entwicklung der Energiewirtschaft. 

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