Norwegens größte Ölpipeline erreicht Johan-Sverdrup-Feld

Das Verlegeschiff Saipem Castorone hat seine Arbeit getan und 283 Kilometer Rohre vom Ölterminal Mongstad zum Öl- und Gasfeld Johan Sverdrup verlegt.©Bo.B. Randulff / Roar Lindefjeld / Equinor ASA)

Oslo,  10. September 2018. Ende vergangener Woche wurde das letzte Rohr der Ölpipeline, die das Mongstad Ölterminal außerhalb von Bergen mit dem Johan-Sverdrup-Feld verbindet, direkt neben der Riser-Plattform installiert. Mit 283 Kilometern ist diese 36-Zoll-Leitung Norwegens größte und längste Pipeline. Verlegt wurde sie von dem Schiff „Saipem Castorone“.

„Wir haben es gemeinsam mit unserem Lieferanten Saipem geschafft, die Ölpipeline ohne ernsthafte Zwischenfälle an Johan Sverdrup zu verlegen. Es war ein bedeutender Vorgang, an dem mehr als 600 Personen beteiligt waren, die mehr als 23.000 Rohre zusammengeschweißt haben, um die größte und längste Ölpipeline Norwegens zu bauen“, sagt Geir Bjaanes, bei Equinor zuständig für Unterwasser, Strom und Pipelines für das Johan-Sverdrup-Projekt. Wenn die Produktion des Johan-Sverdrup-Feldes seinen Höhepunkt erreicht, sollen täglich 660.000 Barrel Öl im Wert von mehr als 350 Millionen NOK nach Mongstad fließen.

Das Schiff „Saipem Castorone“ begann Ende April dieses Jahres mit dem Verlegen der Rohre in Mongstad. Danach wurde die Pipeline durch den Fensfjord gelegt, bevor das Schiff Kurs auf das Feld Johan Sverdrup nahm.

Als Nächstes wird „Saipem Castorone“ nun eine 156 Kilometer lange Gaspipeline vom Feld Johan Sverdrup bis zur Statpipe-Pipeline verlegen, über die das Gas vom Feld zur Erdgasaufbereitungsanlage Kårstø transportiert wird. Die Installation der Pipeline soll im Herbst abgeschlossen sein.

Mit der Verlegung von über 400 Kilometern Rohrleitungen und 200 Kilometern Stromkabeln seien die Arbeiten 2018 um das Öl- und Gasfeld Johan Sverdrup wahrscheinlich das umfangreichste Installationsprojekt, das jemals auf dem norwegischen Kontinentalschelf realisiert wurde, teilt Equinor mit. Im November 2019 soll die ersten Phase der Johan-Sverdrup-Entwicklung in Betrieb gehen.

Daten und Fakten zum Bau der Pipelines zum Johan Sverdrup Feld

  • Es handelt sich um die größte Ölpipeline auf dem norwegischen Kontinentalschelf, sowohl hinsichtlich des Durchmessers (36 Zoll) als auch der Länge (283 Kilometer).
  • 36.000 Rohre , die zwei Leitungen von 440 Kilometern bilden (Ölpipeline – 283 km; Gaspipeline  – 156 km) wurden bzw werden verlegt.
  • Das Gesamtgewicht beträgt 230.000 Tonnen Stahl (mit Beschichtung erhöht sich das Rohrleitungsgewicht auf ca. 360.000 Tonnen).
  • Der Stahl allein wiegt das 33-fache des Eiffelturms.
  • Die Ölpipeline misst 36 Zoll im Durchmesser; die Gasleitung misst 18 Zoll im Durchmesser.
  • Die Ölpipeline liegt an ihrem tiefsten Punkt 537 Meter unter der Meeresoberfläche.
  • Das Verlegeschiff „Saipem Castorone“ ist  330 Meter lang (ohne Rampe / Stinger).

Fakten über das Johan-Sverdrup-Feld

  • Johan Sverdrup ist eines der fünf größten Ölfelder auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Mit erwarteten förderbaren Ressourcen von 2,7 Milliarden Barrel Öleinheiten (mit einer erwarteten Spanne zwischen 2,2 und 3,2 Milliarden Barrel Öleinheiten) ist es eines der wichtigsten Industrieprojekte in Norwegen in den nächsten 50 Jahren.
  • Johan Sverdrup wird in mehreren Phasen entwickelt. Phase 1 wird voraussichtlich im November 2019 mit einer geschätzten Produktionskapazität von 440.000 Barrel Öl pro Tag beginnen.
  • Phase 2 wird voraussichtlich 2022 beginnen, wobei die gesamte Feldproduktion auf bis zu 660.000 Barrel Öl pro Tag geschätzt wird. Die Spitzenproduktion von Johan Sverdrup entspricht 25 Prozent der norwegischen Erdölproduktion. Der Plan für Entwicklung und Betrieb (PDO) für Phase 2 wurde den norwegischen Behörden am 27. August 2018 vorgelegt.
  • PARTNER: Equinor 40,0267% (Betreiber), Lundin Norwegen 22,6%, Petoro 17,36%, AkerBP 11,5733% und Total 8,44%.

 

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