Schwimmender Windpark soll erstmals Öl-und Gasfelder versorgen

Karte des Windparks Hywind Tampen©Equinor
Karte des Windparks Hywind Tampen©Equinor

Stavanger, 28. August 2018. Equinor und seine Partner wollen die Öl- und Gasfelder Gullfaks und Snorre mit Strom aus Offshore-Wind versorgen. Dies wäre das erste Mal sein, dass ein Offshore-Windpark direkt mit Öl- und Gasplattformen verbunden ist. Das Projekt prognostiziert eine Reduzierung der CO2-Emissionen um mehr als 200.000 Tonnen pro Jahr, was den Emissionen von 100.000 Autos entspricht, teilt Equinor mit.

Nach einer von Equinor erarbeiteten Studie zur Eignung von Öl- und Gasinstallationen auf dem Nordischen Kontinentalschelf für die Stromversorgung durch einen schwimmenden Offshore-Windpark bieten sich zuerst die Snorre- und Gullfaks-Felder im Tampen-Gebiet in der nördlichen Nordsee an.

„Es ist ein herausforderndes und innovatives Projekt, den Einsatz von Gasturbinen durch die Versorgung von Plattformen mit Strom aus schwebendem Offshore-Wind zu reduzieren. Es eröffnet auch neue industrielle Möglichkeiten für Norwegen, Equinor und die norwegische Zulieferindustrie im Bereich der gewinnbringenden erneuerbaren Energiequellen und ermöglicht gleichzeitig eine Öl- und Gasproduktion mit geringen CO2-Emissionen. Das Hywind-Tampen-Projekt trägt zur Weiterentwicklung der schwimmenden Offshore-Windtechnologie bei, senkt die Kosten und macht die Lösungen wettbewerbsfähiger“, sagt Equinors Executive Vice President für New Energy Solutions, Pål Eitrheim.

Ein Windpark für Gullfaks und Snorre könnte aus elf Windturbinen besteht, die auf dem schwimmenden Offshore-Windkonzept von Equinor, Hywind, basieren. Nach diesem Konzept hat das Unternehmen den ersten schwimmenden Windpark vor der Küste Schottlands installiert, der seit 2017 produziert. Die 8-MW-Turbinen für den neuen Offshore-Windpark Tampen sollen eine Gesamtkapazität von 88 MW haben und schätzungsweise 35 Prozent des jährlichen Strombedarfs der fünf Plattformen Snorre A und B sowie Gullfaks A, B und C decken. In Zeiten höherer Windgeschwindigkeit werde dieser Prozentsatz deutlich höher sein.

Die Investitions- und Entwicklungsausgaben des Projekts belaufen sich nach Angaben von Equinor auf ca. fünf Milliarden NOK, weitere Kostensenkungen seien vorgesehen. Der NOx-Fonds der Branche habe bestätigt, dass er bis zu 566 Millionen NOK an Investitionsbeihilfen für das Projekt zuschießen wird. Darüber hinaus haben sich Partner von Snorre und Gullfaks für die Unterstützung aus dem Enova-Programm für innovative innovative Energie- und Klimamaßnahmen beworben. 2019 soll eine Investitionsentscheidung getroffen werden.

Partner der Gullfaks-Lizenz sind Equinor Energy AS, Petoro AS und die OMV (Norge) AS. Bei Snorre arbeitet Equinor mit Petoro AS, ExxonMobil Exploration and Production Norway AS, Idemitsu Petroleum Norge AS, DEA Norge AS und Point Resources AS zusammen.

 

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