Johan Sverdrup: Mehr Ressourcen, geringere Investitionen und höhere Einnahmen für den Staat Equinor übergibt Produktions- und Entwicklungsplan für zweite Phase des größten Industrieprojektes Norwegens

Illustration des Johan–Sverdrup-Feldes, Phase 2. ©Try /Equinor
Illustration des Johan–Sverdrup-Feldes, Phase 2. ©Try /Equino

Oslo, 27. August 2018. Norwegens größter Energiekonzern Equinor hat gemeinsam mit den Partnern Lundin Norge, Petoro, Aker BP und Total den Produktions- und Entwicklungsplan (PDO) für die zweite Phase des Johan Sverdrup-Projektes beim norwegischen Ministerium für Erdöl und Energie eingereicht. Mit einer erhöhten Ressourcenschätzung und geringeren Investitionskosten wird die gesamte Feldentwicklung von Johan Sverdrup zu einer noch größeren Wertschöpfung beitragen. Die vollständige Feldentwicklung soll dem norwegischen Staat während der gesamten Laufzeit mehr als 900 Milliarden NOK einbringen.

Gleichzeitig werden die  Effekte aus dem Projekt größer sein als bisher angenommen. Niedrige CO2-Emissionen würden Johan Sverdrup zu einem der CO2-effizientesten Vorhaben der Welt, heißt es in einer Pressemeldung von Equinor.

„Das Feld Johan Sverdrup ist die größte Feldentwicklung auf dem Norwegischen Schelf seit den 1980er Jahren. Auf dem Plateau wird das Feld bis zu 660.000 Barrel pro Tag produzieren, mit einem Break-even-Preis von weniger als 20 US-Dollar pro Barrel und sehr niedrigen CO2-Emissionen von 0,67 kg pro Barrel. Johan Sverdrup ist auf dem besten Weg, über viele Jahrzehnte hinweg große Energiemengen mit hoher Rentabilität und geringen Emissionen zu liefern „, sagt Eldar Sætre, CEO von Equinor.

Die im Februar dieses Jahres geschätzten Investitionen für Phase 1 und Phase 2 der Entwicklung wurden um weitere sechs Milliarden NOK reduziert. Verglichen mit dem Produktions- und Entwicklungsplan der ersten Phase des Projektes 2015 seien die geplanten Investitionen für Johan Sverdrup über 80 Milliard NOK gesenkt worden. Das Projekt werde eine noch größere Wertschöpfung und größere Spin-off-Effekte erzielen als bisher angenommen, so Sætre.

80 Prozent der ersten Phase der Entwicklung sind bereits abgeschlossen. Im November nächsten Jahres soll mit der Produktion begonnen werden. Der Produktionsstart für die Phase-2-Entwicklung ist für das vierte Quratal 2022 geplant.

Die Erschließung und Produktion des Johan-Sverdrup-Vorkommens ist das größte Industrieprojekt Norwegens.

Daten und Fakten zum Johan-Sverdrup-Projekt:

Phase 1
– umfasst die Entwicklung von vier Plattformen, drei Unterwasserinstallationen zur Wassereinspritzung, Strom von der Küste, Exportleitung für Öl (Mongstad) und Gas (Kårstø)
– CAPEX-Schätzung: 86 Mrd. NOK (Nominalbeträge basierend auf fester Währung)
– Produktionsbeginn voraussichtlich im November 2019

Phase 2
– beinhaltet die Entwicklung einer weiteren Verarbeitungsplattform (P2),  Modifikationen der Riser-Plattform und des Feldzentrums, fünf Unterwasser-Tamplates sowie die Stromversorgung von der Küste bis zur Utsira High im Jahr 2022
– Break-Even-Preis: Unter 25 US-Dollar pro Barrel
–Produktionsstart: 4. Quartal 2022 Volles Feld

Das gesamte Feld
– Ressourcenschätzung: 2,2 – 3,2 Milliarden Barrel Öläquivalent
– Break-Even-Preis: unter 20 US-Dollar pro Barrel
– Das geschätzte Einkommen aus der Produktion von Johan Sverdrup beläuft sich auf 1.430 Milliarden NOK (2018) über die gesamte Lebensdauer des Feldes. Der erwartete Cashflow beläuft sich auf rund 1.130 Milliarden NOK (2018).
– Das Einkommen des norwegischen Staates wird voraussichtlich mehr als 900 Milliarden NOK betragen,davon mehr als 700 Milliarden NOK über Steuern und über den Besitz des norwegischen Staates an Petoro.
– Partner: Equinor: 40,0267% (Betreiber), Lundin Norwegen: 22,6%, Petoro: 17,36%, Aker BP: 11,5733% und Total: 8,44%.

 

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× SiliciumX nennen die Forscher das Material, das die Batterieproduktion revolutionieren soll©IET Featured

Norwegische Forscher knacken Batterie-Code