Norwegische Forscher knacken Batterie-Code

SiliciumX nennen die Forscher das Material, das die Batterieproduktion revolutionieren soll©IET
SiliciumX nennen die Forscher des Institute for Energy Technology (IFE) in Kjeller das Material, das die Batterieproduktion revolutionieren soll©IET

Kjeller, 12. Juli 2018. Norwegische Forscher des Institute for Energy Technology (IFE) in Kjeller nahe Oslo haben eine Lösung gefunden, um Batterien mit einer höheren Kapazität auszustatten.  Elektroautos sollen mit solchen Batterien 1000 Kilometer fahren können. Wie das Institut mitteilt, zeigen die Forschungsergebnisse, dass mit der neuen Technologie die dreifache bis fünffache Ladungskapazität der heutigen Graphittechnologie der negativen Elektrode (Anode) erreicht werden kann. 

“Wir können sagen, dass wir den x-Faktor gefunden haben, nach dem wir gesucht haben. Dies hat ein enormes Potenzial” sagt Forschungsleiter Arve Holt. IFE sei jetzt bereit, die Technologie auf den Markt zu bringen.

„Wir haben bei unseren Tests im Labor gute Ergebnisse erreicht. Nachdem wir im FORNY2020-Programm Unterstützung vom Forschungsrat erhalten haben, werden wir unsere Neuentwicklung nun mit internationalen Industriepartnern weiter prüfen, um zu sehen, ob die Technologie auch unter industriellen Bedingungen funktioniert. Mit dem Projekt kommt ein neues Material auf den Markt, das wir SiliconX genannt haben”, sagt Marte O. Kruste, einer der 20 Forscher im Bereich Siliziumforschung des IEF.

Ziel ist es sicherzustellen, dass Silizium das bisher verwendete Graphit in Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ionen) ersetzen kann und die negativen Elektrode (Anode) stabil funktioniert. Theoretisch habe Silizium eine zehnmal höhere Kapazität als Graphit, aber bisher habe  das Problem darin bestanden, dass das Silizium aufplatzt und beim Wiederaufladen zerstört wird, heißt es in der Mitteilung des Instituts.

Der Durchbruch der neuen Entwicklung des IFE bestehe darin, dass es gelungen sei, Silizium als Anodenmaterial stabil zu machen. Dies ist das Ergebnis mehrjähriger gezielter Forschung und experimenteller Versuche mit Nanopartikeln, einschließlich Silizium.

Nun soll in Zusammenarbeit mit Kjeller Innovation untersucht werden, welche Geschäftsmodelle für die neue Entwicklung relevant sein könnten. Auch soll das  Material  im Institut weiterentwickelt werden. Darüber hinaus werde daran gearbeitet, die Technologie zu patentieren und die neue Batterie jetzt mit mehreren norwegischen und internationalen Unternehmen gründlich zu testen.

Kontakt:
Arve Holt, Forschungsdirektor
Tel.:+47 482 07 541
arve.holt@ife.no
https://www.ife.no/
http://www.kjellerinnovasjon.no/

Finden Sie hier ausführlichere Informationen zum Projekt (in norwegischer Sprache).

 

 

 

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