Über 600 norwegische Erdölarbeiter im Streik

Neun Anlagen der Öl- und Gasindustrie werden gegenwärtig auf dem norwegischen Kontinentalschelf bestreikt. Im Bild: Snorre B©Harald Pettersen/Equinor
Neun Anlagen der Öl- und Gasindustrie werden gegenwärtig auf dem norwegischen Kontinentalschelf bestreikt. Im Bild: Snorre B©Harald Pettersen/Equinor

Oslo, 10. Juli 2018. Über 600 Erdölarbeiter sind am 10. Juli auf neun Bohrinseln auf dem norwegischen Kontinentalschelf in den Streik getreten. 900 weitere halten sich bereit, ab Sonntag, 15. Juli, zu streiken.

Die Gewerkschaft der Erdölarbeiter, SAVE, und die Arbeitgebervertreter Rederiforbundet konnten sich in der aktuellen Tarifrunde nicht auf ein Ergebnis einigen. Die Forderungen der Gewerkschaft SAVE seien im Vergleich zu den Forderungen anderer Industriebereich völlig unangemessen, sagte Jacob Korsgaard, CEO und Chefunterhändler von Drillinge Norwegen Maersk. Eine Mediation sei nicht gelungen, so dass die Industrie, die bereits unter großem Druck stehe, jetzt in einen verheerenden Konflikt mit immensem Schaden für die Reputation, die Wirtschaft und vor allem für Arbeitsplätze gerate. 

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Rentenzahlungen. Insgebsondere fordert SAFE, dass das bestehende Rentensystem für alle Mitarbeiter beibehalten werden soll. Arbeitnehmer, die neu eingestellt werden oder den Arbeitgeber wechseln, sollten nicht schlechter gestellt sein als langjährige Mitarbeiter der Branche, erklärt die Gewerkschaft. Auch sollen Lohnunterschiede zwischen den einzelnen Tätigkeitsbereichen der Erdölarbeiter auf den Plattformen auf dem norwegischen Kontinentalschelf abgebaut werden.

 

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