Ausbau der Troll-Feldes soll Gasexporte langfristig sichern

Staatssekretärin Ingvil Smines Tybring-Gjedde erhielt in Bergen die Pläne für die Entwicklung und den Betrieb der Troll-Phase 3. V.l.: Equinor-Bezirksdirektor Gunnar Nakken, Staatssekretärin Ingvil Smines Tybring-Gjedde und Projektleiter Torger Rød©OED
Staatssekretärin Ingvil Smines Tybring-Gjedde erhielt in Bergen die Pläne für die Entwicklung und den Betrieb der Troll-Phase 3. V.l.: Equinor-Bezirksdirektor Gunnar Nakken, Staatssekretärin Ingvil Smines Tybring-Gjedde und Projektleiter Torger Rød©OED

Oslo, 3. Juli 2018 Das norwegische Energieministerium hat den Plan für die Entwicklung und den Betrieb (PDO) der Phase 3 des Troll-Feldes in der Nordsee genehmigt. Troll ist heute sowohl der größte Öl- als auch der größte Gasproduzent auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Nach über 20 Jahren Produktion sind ca. 65 Prozent des Gases noch nicht gefördert. Die jährliche Energieproduktion aus dem Troll-Feld ist dreimal so groß wie die jährliche norwegische Wasserkraftproduktion.

Das Feld wird in Phasen entwickelt. Zuerst wurden die Ölressourcen gefördert, bevor der Druck im Reservoir zu stark abfiel. Dann wurde das Gas produziert. Troll Phase 3 ist eines der profitabelsten Projekte auf dem norwegischen Kontinentalschelf. 

„Der weitere Ausbau der Gasressourcen in Troll wird dazu beitragen, das Niveau der norwegischen Gasexporte noch lange zu halten. Dies wird auch dazu beitragen, dass Europa grüner wird. Gas ist sauberer als Kohle und bietet große Möglichkeiten, Emissionen effizient und kostengünstig zu reduzieren. Darüber hinaus ist Gas gut geeignet, um die variable Stromerzeugung aus Wind und Sonne auszugleichen“, sagt Terje Søviknes, Minister für Erdöl und Energie.

Die dritte Phase der Troll-Entwicklung realisiert 2,2 Milliarden Barrel Öläquivalent, hat einen Bilanzpreis von weniger als  zehn Dollar und einen CO2-Ausstoß von 0,1 Kilogramm pro Barrel. “Dies ist wahrscheinlich eines der profitabelsten und robustesten Projekte, die wir in der Unternehmensgeschichte hatten“, erklärt Margareth Øvrum, Executive Vizepräsidentin für Technologie, Projekte und Bohrungen bei Equinor.

Das Projekt umfasst Investitionen in Höhe von 7,8 Milliarden NOK und wird dazu beitragen, die Lebensdauer des Troll-Feldes bis 2050 zu verlängern. Equinor schätzt den künftigen Cashflow aus dem Troll-Feld auf 1,650 Milliarden NOK. Ein großer Teil der Einnahmen von Troll gehe über Steuern und staatliche Beteiligungen an den Staat, teilt Equinor mit. So habe das Troll-Feld bisher mehr als 1.000 Milliarden NOK an Einnahmen für den Staat gebracht.

Troll-Partner sind Equinor (30,58 Prozent), Petoro (56 Prozent), Norwegische Shell (8,10 Prozent), Total E & P Norwegen (3,69 Prozent) und  ConocoPhillips Scandinavia (1,62 Prozent).

Ebenfalls genehmigt wurde Anfang Juli der Plan für die Entwicklung und den Betrieb (PDO) für das Snorre-Erweiterungsprojekt. Hier sind Investitionen von knapp über 19 Milliarden NOK (2017) vorgesehen, die die Ausbeute aus dem Snorre-Feld um fast 200 Mio. Barrel erhöhen und das Feldleben über 2040 hinaus verlängern sollen. Ursprünglich war man von einer Produktionszeit von 2011 bis 2014 ausgegangen.  

Eigentümer des Projekts sind Equinor Energy AS (33,3 Prozent), Petoro AS (30 Prozent) ExxonMobil Exploration und Produktion Norway AS (17,4 Prozent), Idemitsu Petroleum Norge AS (9,6 Prozent), DEA Norge AS (8,6 Prozent) und Point Resources AS (1,1 Prozent).

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