IWF sieht gesunde Erholung der norwegischen Wirtschaft

Oslo, 7. Juni 2018. Eine Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat am 7. Juni eine abschließende Erklärung über die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen und zur Wirtschaftspolitik Norwegens präsentiert. Das Gremium bescheinigte dem Land eine gesunde Entwicklung.

“Die erste Mitteilung, die ich machen möchte: Es geht der Wirtschaft wirklich gut”, erklärte Missionschef Jacques Miniane. “Wir hatten im letzten Jahr den Start einer Erholung gesehen und diese Erholung hält an. Der Ölpreis hat sich erholt, das sind immer gute Nachrichten für Norwegen. Das bietet Unterstützung für Investitionen. Der Arbeitsmarkt ist stark, das hilft beim Konsum. Insgesamt sehen wir eine sehr starke Erholung.”

Für die Festland-Wirtschaft prognostiziert der IWF sowohl für dieses als auch für nächstes Jahr ein Wachstum von 2,5 Prozent.

Diese Wirtschaft brauche nicht länger besondere Stimuli, sagte Miniane. Die Regierung hätte zum richtigen Zeit eingegriffen, jetzt sei aber die Zeit gekommen, die Anreize zum Wirtschaftswachstum zu beenden. Höheres Wachstum und steigende Beschäftigung erforderten nun eine neutrale finanzpolitische Ausrichtung.

„Die Einschätzung der IWF-Mission zur positiven Entwicklung der norwegischen Wirtschaft stimmt gut mit unserer eigenen Einschätzung überein. Ich freue mich zu sehen, dass die Regierung dafür gelobt wird, dass sie in dem Mitte Mai vorgelegten revidierten Haushaltsplan einen neutralen finanzpolitischen Kurs angestrebt hat“, kommentierte Finanzministerin Siv Jensen den IWF-Bericht.

Der IWF weist auf das Risiko hin, dass die Wirtschaft durch steigende Immobilienpreise und eine erhöhte Verschuldung der privaten Haushalte gefährdet ist. Um das Risiko einzudämmen, unterstreicht die Mission die Notwendigkeit, aufsichtsrechtliche Maßnahmen beizubehalten und diese durch risikomindernde Maßnahmen zu ergänzen.

Die Mission des IWF betont, dass Norwegen über die kurzfristigen Herausforderungen hinausblicken muss. Die Alterung der Bevölkerung und ein geringeres Wachstum der Arbeitsproduktivität werden das Wirtschaftswachstum und die öffentlichen Finanzen in der Zukunft belasten. Die Mission argumentiert, dass die Wirtschaftspolitik darauf abzielen sollte, die Ausgaben für die Mineralölwirtschaft zu konsolidieren und die Geldpolitik in Zukunft zu normalisieren. Die Initiative der Regierung, die Effizienz im öffentlichen Sektor zu stärken, wird als willkommener Schritt zur Kenntnis genommen. Die Bemühungen um eine hohe Erwerbsbeteiligung werden in den kommenden Jahren wichtig sein.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht.

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