Siemens plant Entwicklung einer emissionsarmen Offshore-Plattform

Blue Technology für Plattformen©Siemens
Die auf Lithium-Ionen-Batterien basierende Technologie BlueVault™ soll künftig auch in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden©Siemens

Houston, 1. Mai 2018. Siemens will seine Erfahrung be der Elektrifizierung in der Marineindustrie jetzt auch auf die Offshore-Öl- und Gasindustrie anwenden. Damit sollen die Emissionen und Risiken in besonders schwierigen Einsatzumgebungen verringert werden. Die auf Lithium-Ionen-Batterien basierende Lösung BlueVault™ eigne sich sowohl für rein elektrische als auch für hybride Energiespeicheranwendungen, teilt das Unternehmen mit. BlueVault-Energiespeicherlösungen trügen zu einer unterbrechungsfreien Stromversorgung und Minimierung der CO2-Emissionen bei und trieben so den Aufbau einer emissionsarmen Plattform voran. Die Batterie sei für höchste Lebensdauer, Leistung und Sicherheit ausgelegt.

Seit 2013 beliefert Siemens die Marineindustrie mit dem dieselelektrischen Antriebssystem BlueDrive PlusC. Damit ließen sich die Treibhausgasemissionen, der Kraftstoffverbrauch und die Wartungskosten im Vergleich zu konventionellen dieselelektrischen Antriebssystemen reduzieren.

Im Jahr 2015 entwickelte Siemens gemeinsam mit der Werft Fjellstrand und der Reederei Norled die weltweit erste elektrische Autofähre Ampere. Die emissionsfreie Antriebslösung dieser Fähre erzeugt keine direkten oder indirekten Emissionen, da ihre Batterien mit aus Wasserkraft gewonnenem Strom aufgeladen werden. Durch ihren Rumpf aus Aluminium ist die rein elektrische Fähre nur etwa halb so schwer wie eine herkömmliche Autofähre. Pro Überfahrt verbraucht sie nur 150 kWh aus erneuerbarer Energie. Dadurch werden Emissionen vermieden und die Treibstoffkosten um 60 Prozent gesenkt.

Aufbauend auf seiner Forschung und Entwicklung und seiner Erfahrung mit rauen Offshore-Betriebsumgebungen werde Siemens ein vollständig robotisiertes und digitalisiertes Werk in Norwegen eröffnen, in dem Energiespeichertechnologien für Öl- und Gasanwendungen im Marine- und Offshore-Bereich entwickelt und hergestellt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Diese Batteriespeicherlösungen für Marine- und Offshore-Umgebungen eigneten sich auch für Offshore-Windparks. Auf längere Sicht plant Siemens die Entwicklung einer emissionsarmen Offshore-Plattform.

„Energiespeicherlösungen bieten die Möglichkeit, ein stabiles und zuverlässiges elektrisches Netz aufzubauen. Sie puffern Schwankungen in der Stromversorgung ab und stellen sauberen Strom flexibel zur Verfügung“, sagte Terje Krogh, CEO Siemens Offshore Solutions. „Die Autofähre Ampere fährt vollständig emissionsfrei und ist ein Beispiel dafür, wie ein Energiespeichersystem auch im Öl- und Gasgeschäft erfolgreich eingesetzt werden könnte.“

Siemens habe bereits mehrere Aufträge für sein neues Energiespeichersystem erhalten und werde das erste System voraussichtlich in diesem Sommer ausliefern.

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× Jacques Miniane bei der Präsentation des IWF-Reports zu Norwegen Jacques Miniane bei der Präsentation des IWF-Reports zu Norwegen©Finanzministerium Norwegen Featured

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