Schnelles Internet ab 2022 auch für die Arktis

Space Norway AS entwickelt Kommunikationssysteme. Illustration: NorSat-3, ein  Satelliten mit Radardetektor, der künftig die Schiffsüberwachung in Norwegen erheblich verstärken wird.©Illustration: Snoball|/Space Norway

Oslo, 23. März 2018. Im Jahr 2022 soll auch die Arktis über schnelles Internet verfügen. Die norwegische Regierung will über norwegische Satelliten Breitbandkommunikationen in der Region bereitstellen. „Ein schnelles, stabiles Internet ist wichtig für jeden, der im hohen Norden arbeitet, sei es in der Schifffahrt, der Verteidigung, der Fischerei oder der Forschung“, sagt der Minister für Handel und Industrie, Torbjørn Røe Isaksen.

Seit 2015 arbeitet Space Norway AS daran, satellitengestützte Breitbandkapazitäten im hohen Norden aufzubauen. Das Vorhaben basiert auf einem System von zwei Satelliten, das 24 Stunden am Tag im Gebiet nördlich des Polarkreises eine Abdeckung bietet. Die voraussichtliche Lebensdauer der Satelliten beträgt 15 Jahre. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Satelliten 2022 gestartet werden.

Die Regierung hat Space Norway AS jetzt rund eine Milliarde NOK Eigenkapital zugesagt, um dieses Projekt zu realisieren. Dies setze entsprechende Vereinbarungen mit Kunden heraus, die unter anderem die kommerzielle Rentabilität des Projekts sicherstellen sollen. Darüber hinaus müssen die Kunden ein Marktrisiko tragen, indem sie das Projekteinkommen über die gesamte Lebensdauer der Satelliten sichern.

„Das Projekt von Space Norway AS stellt eine aufregende Gelegenheit dar, die Bedürfnisse der Gesellschaft nach Breitband-Kommunikation zu niedrigen Kosten für den Staat zu befriedigen. Ein solides Kommunikationssystem wird auch die Wertschöpfung im hohen Norden erleichtern“, so Isaksen weiter.

Die Außenministerin Ine Eriksen Søreide fügte hinzu: “Der hohe Norden ist Norwegens wichtigstes strategisches Verantwortungsgebiet. Es ist ganz natürlich, dass wir eine führende Rolle beim Aufbau einer besseren Kommunikation in der Region übernehmen.“

Ungenügende Kommunikationsmöglichkeiten  im Hohen Norden würden die Behörden bei der Durchführung von Sicherheits- und Rettungsdiensten auf See, beim Schutz vor Ölunfällen und der Krisenbewältigung behindern. Nicht zuletzt würden die Streitkräfte stabile und sichere Kommunikation für Operationen in norwegischen Gewässern fordern, heißt es in einer Mitteilung des Industrieministeriums.

„Das Projekt ist wichtig für die norwegischen Streitkräfte und kann auch den Bedürfnissen unserer Verbündeten dienen“, sagt Verteidigungsminister Frank Bakke-Jensen.

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× Jacques Miniane bei der Präsentation des IWF-Reports zu Norwegen Jacques Miniane bei der Präsentation des IWF-Reports zu Norwegen©Finanzministerium Norwegen Featured

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