Konkurrenz für Hurtigruten auf der Postschiff-Route

Entwürfe der vier neuen Postschiffe, die für Havila die Route Bergen-Kirkeness ab 2021 bedienen.©Havila
Entwürfe der vier neuen Postschiffe, die für das Unternehmen Havila, einsetzen wird, das neben Hurtigruten die Route Bergen-Kirkeness ab 2021 täglich bedienet.©Havila

Oslo, 23. März 2018. Die Reederei Hurtigruten, bisher alleiniger Betreiber des norwegische Küstenverkehrs zwischen Bergen und Kirkenes, bekommt Konkurrenz Ab 2021 wird auch die 2003 gegründete norwegische Havila Shipping AS die Strecke mit vier Schiffen bedienen. Das Unternehmen hatte gemeinsam mit Hurtigruten AS eine Ausschreibung des norwegisches Transportministeriums um eine Konzession gewonnen.

Von 2021 bis 2030 werden sich die beiden Anbieter die Strecke teilen. Bisher wurde die Postschiffroute mit elf Schiffen allein von Hurtigruten befahren. Havila wird mit vier Neubauten verkehren, die jeweils 700 Passagiere aufnehmen können. Das Unternehmen besitzt 20 Offshore-Schiffe, die vor allem als Versorger für die Öl- und Gasindustrie tätig sind. Für die Teilnahme an der Ausschreibung hatte die norwegische Havila Shipping AS die Tochterfirma Havila Kystruten gegründet.

„Die Regierung hat sich verpflichtet, ein gutes Transportangebot für die Menschen in den Bezirken entlang der norwegischen Küste zu gewährleisten. Wir werden das heutige Angebot beibehalten, mit täglichen Abfahrten aus 34 Häfen während des ganzen Jahres und mit dem Transport von Passagieren und Gütern“, sagte Transportminister Ketil Solvik-Olsen auf einer Pressekonferenz zur Präsentation der Sieger des Tenders. Es sei auch erfreulich, dass es einer norwegischen Reederei gelungen sei, den Wettbewerb mit Hurtigruten AS zu gewinnen.

Die Havila Holding AS ist ein norwegisches Familienunternehmen, Hurtigruten AS gehört zur Silk Bidco AS, deren Hauptaktionär die in London ansässige Investmentgesellschaft TDR Capital ist

Gemäß der Anforderung des Ministeriums müssen die neuen Schiffe auf der Route von Bergen nach Kirkenes den CO2-Ausstoß um 25 Prozent gegenüber den heute im Einsatz befindlichen Schiffen reduzieren.  Havila will für seine neuen Schiffe einen Antrieb auf der Basis von Flüssigerdgas (LNG) sowie Hybrid-Technologie nutzen. Damit sollen dann auch die Häfen angesteuert werden, die zukünftig mit Emissionsbeschränkungen belegt sind wie Geiranger und der Trollfjord. Hurtigruten wird ab 2021 Schiffe nur noch sieben Schiffe im Einsatz haben. Das Unternehmen wird die bisherigen Schiffe weiter nutzen, allerdings werden sie so umgebaut, dass die Emissionen niedriger sind und die Umweltanforderungen erfüllt werden.

Der Gesamtauftrag beläuft sich auf 788 Millionen NOK pro Jahr. Das ist nach Angaben des Verkehrsministerium mehr, als der Staat für den heutigen Service zahlt. Allerdings beinhalte der Vertrag auch deutlich strengere Umweltanforderungen und vier neue Schiffe.

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× Jacques Miniane bei der Präsentation des IWF-Reports zu Norwegen Jacques Miniane bei der Präsentation des IWF-Reports zu Norwegen©Finanzministerium Norwegen Featured

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