Keine Strafzölle gegenüber den USA geplant

Die Aluminiumumschmelzanlage von Hydro in Henderson, Kentucky, produziert jährlich über 90.000 Tonnen Metall
Das Aluminiumwerk von Hydro in Henderson©Hydro

Oslo, 6. März 2018. Norwegen will keine Strafzölle als Reaktion auf die US-Importzölle auf Metalle erheben. Das erklärte Außenministerin Eriksen Soereide gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB. 

Die Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium betreffen Norwegen zwar, da das Land auch Aluminium in die USA liefert. Das staatliche Unternehmen Norsk Hydro ASA gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Aluminium. Aber die meisten Exporte gehen in europäische Länder. In die USA liefert das Unternehmen Walzaluminium und anderen Metallprodukte. Darüber hinaus ist das Unternehmen dort mit zwei Aluminium-Umschmelzanlagen in Kentucky und Texas vertreten. Die Aluminiumumschmelzanlage von Hydro in Henderson, Kentucky, produziert jährlich über 90.000 Tonnen Metall.

Andere norwegische Unternehmen exportieren eine Reihe von Rohstoffen wie Öl, Erdgas, Fisch und Düngemittel. Diese Firmen seien auf ein gut funktionierendes internationales Handelssystem angewiesen, sagte Soereide.

Norwegen lieferte im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistikamtes SSB Waren im Wert von 38.968 Millionen NOK in die USA, das sind gerade 4,5 Prozent der norwegischen Exporte. Das Handelsdefizit mit den USA betrug 2017  -7.647 Millionen NOK. Nach Deutschlang gingen 15,5 Prozent der norwegischen Exporte.

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