Norwegens Staatsfonds will in deutschen Mittelstand investieren

Die höchste Beteiligung in Deutschland hält der GPFG am größten Immobilienunternehmen Vonovia SE.©Vonovia
Die höchste Beteiligung in Deutschland hält der GPFG mit über sieben Prozent am größten deutschen Wohnungsunternehmen Vonovia SE.©Vonovia

Oslo, 23. Februar 2018. Der norwegische Staatsfonds will stärker in deutsche Unternehmen investieren. Das erklärte Yngve Slyngstad, Chef des Government Pension Fund Global, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus. Hier gebe es noch Nachholbedarf. Besonders von Interesse seien erfolgreiche mittelständische Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. „Bislang konnten wir in diese Unternehmen nicht investieren, weil wir nicht die Erlaubnis dazu von der norwegischen Regierung hatten“, wird Slyngstad auf Focus online zitiert. „Wir hoffen, dass sich das in diesem Jahr ändern wird.“ Nach Focus-Angaben schloss der Manager nicht aus, bestehende Beteiligungen an Dax-Konzernen zu erhöhen.

Unter anderem hält der Fonds Anteile von rund 2,5 Prozent an BMW und Daimler sowie etwas weniger an Volkswagen. „Das zeigt, dass wir großes Vertrauen in die deutschen Autohersteller haben“, sagte der Manager. Slyngstad zeige sich optimistisch, dass die deutschen Hersteller die Umbrüche in ihrer Branche erfolgreich meistern und die weltweite Spitzenposition halten werden, schreibt Focus online.

Der Government Pension Fund Global (GPFG), der Staatsfonds Norwegens, ist mit einem Vermögen von mehr als 800 Milliarden Euro der größte Staatsfonds der Welt.  In Deutschland halten die Norweger mit Stand 2016 Beteiligungen an 198 Unternehmen im Wert von 31,0 Milliarden US-Dollar (267,1 Mrd. NOK), 16 Immobilienprojekten im Wert von etwa 724,7 Millionen US-Dollar (6,2 Mrd. NOK) und Wertpapieren im Umfang von 28,7 Milliarden US-Dollar (247,6 Mrd. NOK). Die größten Anteile hielt der Fonds 2016 mit über sieben Prozent an der Vonovia SE, dem größten Immobilienunternehmen Deutschlands. Norwegisches Staatsvermögen steckt in über sechs Prozent der Aktien der Brenntag AG und der Deutsche Wohnen AG sowie in über vier Prozent der Aktien der Linde AG.

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