Einfachere Regeln für Importe aus Entwicklungsländern

Repräsentanten der Schweiz, Norwegens und der EU bei der Unterzeichnung© Line Haugland, EU-Delegation
Repräsentanten der Schweiz, Norwegens und der EU nach der Unterzeichnung© Line Haugland, EU-Delegation

Brüssel, 21. Juni 2017. Norwegens EU-Botschafterin Oda Helen Sletnes unterzeichnete in Brüssel einen Vertrag mit der EU und der Schweiz zur Vereinfachung der Zollregeln unter dem Allgemeinen Präferenzsystem (Generalized System of Preferences, GSP-System für Warenimporte mit Ursprung Entwicklungsländer). Es beinhaltet, dass Waren aus Entwicklungsländern, die nach Norwegen und andere westliche Länder inklusive der EU und der Schweiz geliefert werden, Präferenzen im Zollbereich erhalten.

Norwegen hat seit vielen Jahren ein Abkommen mit der EU und der Schweiz nach dem GSP-Schema. Die Zusammenarbeit bedeutet, dass Norwegen, die EU und die Schweiz die gleichen Anforderungen an die Herstellung eines Produktes sowie die Dokumentation stellen, um es als Ursprungs-Produkt anzuerkennen.

Die EU hat ein neues Registriersystem entwickelt, das Rex-System, dem Norwegen und die Schweiz nun angehören. REX basiert auf dem Prinzip der Selbst-Deklaration durch die  Exporteure in den Entwicklungsländern anstatt der Deklaration durch die Administration. Nach einer Transformationsphase von drei Jahren wird REX das gegenwärtige Zertifikationsprozedere ersetzen und beispielsweise auch elektronische Zolldeklarationen erlauben.

Üblicherweise werden GSP-Waren in großen Sendungen an Zentrallager in der EU versandt, wo sie aufgeteilt und in verschiedene europäische Länder verteilt werden. Die neuen Vereinbarungen werden es nun leichter machen, APS-Waren durch die EU oder die Schweiz nach Norwegen zu versenden.

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