Machbarkeitsstudie zu CCS

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In Ostdeutschland ist ein CCS-Projekt von Vattenfall am Protest der Umweltschützer gescheitert@vattenfall

Oslo, Juli 2016. Am 4. Juli 2016 veröffentliche das Ministerium für Petroleum und Energie eine Machbarkeitsstudie über den gesamten Prozess der Abtrennung, des Transports und der Lagerung von Kohlendioxid. „Die Feasibility-Studie ist ein bedeutender Schritt und zeigt, dass die Umsetzung des gesamten CCS-Prozesses in Norwegen bis 2022 möglich ist und dies zu geringeren Kosten als in früheren Projekten“, sagte Tord Lien, Minister für Petroleum und Gas anlässlich der Vorstellung der Publikation. Stortinget, das norwegische Parlament, und die Regierung haben große Ambitionen bezüglich CCS (CCS = carbon capture and storage), teilte das Ministerium mit. Die Strategie der Regierung bezieht sowohl Forschung und Entwicklung, die Demonstration, internationale Kooperationen sowie die Unterstützung für alle Projekte durch ein EU-Forschungsprogramm und die Bewertung der gesamten Skala der CCS-Projekte in Norwegen ein . Norwegen wolle durch die Anhäufung von Wissen über den CCS-Prozess dazu beitragen, diese Technologie weltweit einzuführen.

Verschiedene Industrieunternehmen haben Machbarkeitsstudien zur Kohlendioxid-Abtrennung vorgelegt: Norcem AS hat die Möglichkeit der CO2-Abtrennung von Abgasen in der Zementfabrik in Brevik, bewertet, Yara Norge AS hat drei verschiedene Emissionspunke im Ammoniak-Werk Herøya in Porsgrunn untersucht und die Waste-to-Energy Agency in Oslo brachte ihre erfahrungen aus dem Projekt in Klemetsrud (Klemetsrudanlegget AS) ein. Das Unternehmen Gassco erarbeitete eine Studie zu Möglichkeiten der CO2-Abtrennung beim Schiffstransport.

Statoil ASA vervollständige die Studie mit Erfahrungen bei der CO2-Lagerung an drei verschiedenen Lokalitäten auf dem Norwegischen Continentalshelf. Bei einer gemeinsamen Untersuchung von Statoil and Gassnova wurde die CO2-Lagern onshore und eine Pipeline zum Gebiet Smeaheia als die beste Lösung für das Projekt bezeichnet. Smeaheia liegt östlich des „Troll-Feldes“ etwa 50 Kilometer vor der Küste. Dies Lösung habe die niedrigsten Implementierungsrisiken, große Lagerkapazitäten und die Infrastruktur sei relativ leicht zu entwickeln. Die Kosten für Planung und Umsetzung einer solchen Kette werden auf 7,2 bis 12,6 Billionen Kronen geschätzt (ohne Umsatzsteuer). Sie seien abhängig davon, wie viel CO2 abgetrennt werden soll und wo sowie wie viele Schiffe für den Transport notwendig seien. Die Kostenschätzung beruhe auf den Angaben verschiedener Industrieunternehmen, +/- 40 Prozent Ungenauigkeit müssten einkalkuliert werden.

Das Ministerium für Petroleum und Energie ist für die Feasibility Studie verantwortlich, Gassnova SF hat die Projektkoordination und die Verantwortung für Abtrennung und Lagerung inne, Gassco AS ist zuständig für den Transport.

Die Regierung will weitere Pläne für CCS-Projekte mit dem Staatshaushalt 2017 präsentieren.

Lesen Sie eine englische Zusammenfassung der Studie hier.

Die Studie in norwegischer Sprache lesen Sie hier.

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